Das Koordinationsspiel, gemeinsam für das Gleichgewicht sorgen
Autor: Bianca Oldenbeuving
Lehrer und Gründer von Jufbianca
Bei diesem Spiel ist es das Ziel, die Bälle in die Löcher zu bekommen. Dazu müssen die Kinder sehr gut zusammenarbeiten. Bei diesem Spiel wird nicht nur die Koordination trainiert, sondern auch viele andere Entwicklungsbereiche angesprochen!
Woraus besteht das Spiel?
Das Koordinationsspiel ist aus robustem Holz gefertigt. Es besteht aus einer Basis, an der zweimal 4 Seile befestigt sind. Die Seile haben stabile Griffe, damit Kinderhände sie gut festhalten können. Dazu gehören auch 3 große Murmeln und 3 Holzbretter, die in die Basis gelegt werden können. Dadurch gibt es drei Spielmöglichkeiten und es bleibt abwechslungsreich.
Es gibt zwei Bretter, bei denen die Aufgabe einfach ist: Sorge dafür, dass der Ball in das Loch (oder die Löcher) gelangt. Das dritte Brett hat ein Labyrinth mit verschiedenen Aussparungen. Die Aufgabe ist hier weniger klar, darüber können die Kinder beraten.
Das Ganze passt in eine mitgelieferte Stofftasche. Für diejenigen, die sich Sorgen machen: Die mitgelieferten Bälle sind aus Holz und haben einen Durchmesser von 3 cm.
Das Ziel
Wie gesagt sorgen die Kinder dafür, dass die Bälle in die Löcher gelangen. Dazu fassen sie die Seile an und heben die Box hoch. Wenn man dieses Spiel mit 4 Kindern spielt, nimmt jedes Kind zwei Griffe derselben Farbe. Das Spiel kann auch mit 5-8 Spielern gespielt werden; die Griffe werden dann auf die Kinder verteilt.
Durch das Anheben der Box an den Seilen entsteht eine schiefe Ebene, wodurch der Ball ins Rollen kommt. Damit können die Kinder zuerst experimentieren: Was passiert, wenn ich sehr fest an den Seilen ziehe? Wenn die Box zu schräg hängt, fällt der Ball über den Rand. Bleiben die Seile zu tief, landet die Box auf dem Boden.
Kinder, die dieses Spiel spielen, werden von selbst miteinander reden. Oft gibt es ein Kind, das versteht, was getan werden muss, um den Ball ins Loch zu bekommen.
„Du musst etwas höher! Nein, du. Nein, in die andere Richtung.“
Kooperatives Spiel
Die erste Lektion ist also: Was kann man zueinander sagen, damit es klappt? Kinder können Ortsbegriffe wie links, rechts, vorn, hinten, hoch, runter verwenden. Jüngere Kinder merken dabei schnell, dass „links“ für jeden etwas anderes bedeuten kann. Es wird ihnen noch schwerfallen, sich in andere hineinzuversetzen und dabei zu bestimmen, was ein anderes Kind sieht. Ältere Kinder kann man darauf hinweisen.
Es gibt auch Kinder, die frustriert werden, wenn es nicht so läuft, wie sie es sich vorstellen. Da dieses Spiel nur zu einem guten Ende gebracht werden kann, wenn alle mitmachen, ist es wichtig, dass alle miteinander reden. Kinder können lernen, wie sie sich gegenseitig ermutigen und als Team zusammenarbeiten können. Das funktioniert besser, als wenn alle durcheinander schreien. Vielleicht muss sogar ein Teamleiter ernannt werden? Es ist interessant zu beobachten, wie Kinder sich dabei verhalten. Welche Rolle nehmen die Kinder ein?
Vorteile
Da dieses Spiel aus Holz gefertigt ist, ist es robust genug, um damit draußen zu spielen. Selbstverständlich kann es auch drinnen verwendet werden, in der Turnhalle, im Spielzimmer oder einfach im Klassenzimmer oder Wohnzimmer. Es wird nicht viel Platz zum Spielen benötigt, aber es können dennoch 4-8 Kinder gleichzeitig damit arbeiten.
Kinder, die mit diesem Spiel spielen, arbeiten gleichzeitig an mehreren Zielen. Sie trainieren Koordination, Gleichgewicht, lernen etwas über technische Begriffe und können Sprache verwenden, um einen Ort anzugeben. Darüber hinaus arbeiten sie zusammen, was den Teamgeist fördert und sehr gesellig sein kann.
Jung und Alt können mit diesem Spiel spielen, jeder auf seinem eigenen Niveau. Für Kleinkinder reicht es aus, zu sehen, ob sie den Ball in das Loch bekommen. Ältere Kinder könnten sogar einen Wettbewerb daraus machen: Wie lange dauert es, bis alle drei Bälle in den Löchern sind? Das Mischen von jungen und älteren Kindern kann schwierig sein: Weisen Sie die Kinder auf den Unterschied in der Größe hin und was das mit der Balance der Kiste macht.
Nachteile
Dieses Spiel enthält 3 Spielbretter, obwohl noch viel mehr Möglichkeiten bestehen könnten. Geschickte Leute fertigen vielleicht selbst noch Spielbretter an, mit neuen Bahnen und Löchern, die Möglichkeiten sind dann endlos.
Ein weiterer Nachteil könnte sein, dass man mindestens 4 Spieler benötigt, um dieses Spiel spielen zu können. Das macht es weniger geeignet für zu Hause, aber es kann sicherlich gut im Unterricht eingesetzt werden.
Fazit
Dieses Koordinationsspiel ist toll im Klassenzimmer zu haben, es ist auf jeden Fall für die Klassen 2, 3, 4 und 5 geeignet. Höhere Klassen können auch Spaß daran haben, werden aber wahrscheinlich früher davon gelangweilt sein. Jeder kann mitmachen: jung, alt, motorisch geschickt oder nicht, sogar Kinder im Rollstuhl können mit diesem Spiel Spaß haben!
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